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''Die Kampfwagen der Antike'' |
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''Damals hatte der gute Wind die Stadt verlassen ,die Stadt die in Ruinen fiel: ...Jenen, der Wiederstand zu leisten wagte, streckten die Waffen nieder, das Volk wehklagt. Jener, der sich durch Flucht zu retten suchte ,wurde vom Sturm hinweggefegt: Das Volk wehklagt... Untergegangen war das irdische Gericht: Das Volk wehklagt... Ur war vernichtet und sein Volk zerstreut!''
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Diese wenigen klagenden Verse die den gewaltsamen Niedergang der Stadt Ur kommentieren ,zeigen dass sie dem unbekanntensummerischen Künstler aus der Tiefe seines Herzen kamen. Vor ca. 4000 Jahren entstand dieses berühmte Epos ( Gilgamesch ) am Ende der ersten bekannten Zivilisation der Menschheit. Und doch sind seine Worte bis heute verständlich und durch die Jahrtausende hindurch unverändert geblieben. Die Trauer darüber ,das diese Worte auch noch in der Gegenwart ihre Berechtigung haben können, ist wohl das einzige was hinzugekommen ist. Seit ihrer Geburt ,wird die Menschheit von Kriegen ,Kampf und Tod begleitet. Schon ein Stein ,Holzknüppel, ein mit feuergehärteter Spitze versehener Holzspeer ,eine Steinkeule oder andere Waffen lassen ahnen, das sie nicht nur, der schwachen Kreatur Mensch, zur Jagd und zum Schutz vor der ach so rauen Natur dienten. Wie uns die Geschichte lehrte, schaffte es die Menschheit zu allen Zeiten die jeweils gegenwärtige Bewaffnung zumodifizieren, neue Erfindungen einzuführen und innovative Möglichkeiten seine Feinde in das Jenseits zu bringen zu perfektionieren. |
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''DIE ERSTEN KAMPFWAGEN'' |
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Onager-Gespann |
Schon in der Antike, kamen Kampfwagen als Kriegswerkzeuge zum Einsatz. Natürlich müssen wir den klassischen STREITWAGEN der Antike ,auf dem Krieger und Wagenlenker in den Krieg zogen ,von dem eigentlichen Panzerfahrzeug klar unterscheiden. Schon von den Sumerern kennen wir den Einsatz von Streitwagen. Sie wurden zwar noch nicht von Pferden gezogen, kamen aber als Onager-Gespann zum Einsatz. |
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Hethitischer Streitwagen mit drei Mann Besatzung |
Der erste belegte Masseneinsatz von Streitwagen, fand in der Schlacht von Kadesch im Jahre 1285v.Chr. am Orontes statt. (heutiges Syrien) Die Hethiter unter ihrem Herrscher Mutwatalli setzten zur Verteidigung ihres Reiches gegen die Ägypter unter Ramses II. Zwischen 2500 und 3500 Streitwagen ein. (Leider gibt es in der Fachliteratur unterschiedliche Angaben über die genaue Stärke) Die Ägypter hingegen setzten nur ca 2000 Streitwagen ein und siegten dank der besseren Taktik über ihre Gegner . Zwar gewannen die Ägypter die Schlacht, aber waren Kräftemässig nicht in der Lage ihr Hauptziel Kadesch zu erobern. Beide Parteien schlossen darauf den ersten internationalen Friedensvertrag den die Geschichte kennt. Ein Vertrag der von keiner Seite zu keiner Zeit gebrochen wurde. |
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Persischer Sichelwagen |
Die Streitwagen dieser Zeit ,hatten relativ große Räder , hohe Kastenförmige Aufbauten und manchmal eine Besatzungsstärke bis zu vier Mann. Gewöhnlich wurden sie von mehr als zwei Pferden gezogen. Erst durch archäologische Funde aus Griechenland und Ionien , insbesondere Vasenbilder und Mosaiken sowie aus der Ilias , kennen wir den Gebrauch von leichten Streitwagen. Sie wurden von zwei Pferden gezogen und hatten zwei Mann Besatzung .Den Wagenlenker und den Krieger. Aus dieser Epoche ,ist uns auch der Einsatz von zwei und vierrädrigen Sichelwagen bekannt. Sie waren mit langen scharfen Klingen bewehrt ,die an den Radkränzen und oft auch an den Rädern befestigt waren. Beim Durchbrechen von feindlichen Schlachtaufstellungen , sollten feindliche Fußsoldaten auf das schwerste verletzt werden .Die Perser setzten solche furchteinflößenden Sichelwagen in recht großer Zahl gegen die Griechen ein. Auch wissen wir das die leichten Streitwagen nicht nur ausschließlich von den bereits erwähnten Völkern genutzt wurden. Neben den Römern waren es auch die Keltischen Stämme in Nordeuropa. Z.B. die Kelten Britanniens gebrauchten leichtere Formen der Streitwagen. Der Wagen wurde für den Keltenkrieger Britanniens zwar nicht zum ''ehernen Grab'' ,aber dafür kam nach dem Tode des Kriegers der Wagen mit in sein Grab. Er wurde im Tode mit seinen Waffen und mit seinem Wagen zur ewigen Ruhe gebettet. Das Begräbnisritual sah vor, das der Krieger mit seinem Wagen bedeckt wurde ,damit er im Jenseits als vollwertiger Krieger auftreten konnte. |
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''Belagerungswagen'' |
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Assyrischer Belagerungswagen |
Vor allem aber sind die Sturm und Belagerungswagen am ehesten als die Vorläufer unser heutigen Panzer zu betrachten. Aus dem neunten vorchristlichen Jahrhundert stammt das frühste Zeugnis dieser Wagen. Die unten gezeigte grafische Darstellung, befindet sich im Britischen Museum in London. Sie zeigt einen assyrischen Belagerungswagen mit einem Schutzaufbau aus Weidengeflecht. Mit einem Lederbedachten Turm und Vorderfront. Auf, respektive in den Türmen fanden einige Bogenschützen platz, die aus ihrer erhöhten Position und aus der Deckung heraus ,den Gegner auf oder sogar hinter den Mauern beschießen konnten. Aus der Vorderfront ragt ein gewaltiger Rammbock, mit dem man das Tor oder gar mit Geduld und Glück die Mauern der gegnerischen Stadt durchbrechen konnte.
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Belagerungsschildkröte |
Eine weitere Art einen Rammbock an der Mauer des Feindes zu platzieren war die sogenannte Belagerungsschildkröte. Diese Konstruktion erlaubte den Belagerern , ebenfalls unter vollem Schutz vor den Wurfgeschossen und Pfeilen der Belagerten, an die Mauer oder das Tor zu gelangen. Die Belagerungsschildkröten und ihre Abarten, waren von der Antike bis in das Spät-Mittelalter im Einsatz. Zwar gab es die unterschiedlichsten Varianten, aber letztendlich dienten alle dem selben Zweck. Die Rammbockspitzen wiesen sehr unterschiedliche Formen auf. Die berühmteste Art, ist noch immer der klassische ''Widderkopf''. Unser Bild zeigt hier eine Belagerungsschildkröte der Renaissance-Zeit. Die Rammbockspitzen stellen hier den Kopf eines Spechts dar . Die Spitzen sind wie alle anderen dieser Zeit natürlich Eisenverstärkt. Durch die kontinuierliche Modifizierung der Artillerie ,größere Kaliber, Schussweiten , Durchschlagsleistung ,etc. , wurden die Belagerungswagen in den Schatten der Kriegsgeschichte gedrängt. Sie hatten ausgedient.
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